Wir brauchen nicht so fortzuleben wie wir gestern gelebt haben. Macht euch nur von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.

Christian Morgenstern

Damit Familiensysteme harmonisch funktionieren gibt es eine Reihe von Voraussetzungen. Um nur einige zu nennen, sei hier das Recht auf Zugehörigkeit jedes Mitgliedes genannt, der Ausgleich von Geben und Nehmen, die Einhaltung der systemischen Ordnung und einige mehr.

Die unbewusste Solidarität

In eine Familie hineingeboren zu werden bedeutet, eine tiefe Bindung einzugehen und in unbewusster Solidarität mit unseren Vorfahren unser Schicksal zu formen.


Aus "blinder Liebe" identifizieren wir oder unsere Kinder uns z.B. mit einem früh verstorbenen Familienmitglied, mit jemandem, dessen Zugehörigkeit zur Familie nicht gewürdigt wurde oder der auf andere Weise ein schweres Schicksal zu tragen hatte.


Es entstehen systemische Verstrickungen, die oft über mehrere Generationen wirken und verhindern, dass wir unseren "guten" Platz in der Familie finden. Es fällt uns schwer, den Zugang zu unseren Eltern, den Geschwistern oder unserem Lebenspartner zu finden. Wir fühlen uns wie abgeschnitten von den Quellen unserer Lebenskraft. Häufig haben wir Mühe, für unsere eigenen Kinder kraftvoll in der Vater- bzw. Mutterrolle präsent zu sein. Manchmal sind Krankheit, Depression, auffälliges oder selbstgefährdendes Verhalten die Folge.


Solche aus dem "Sippengewissen“ resultierenden Gefühle und Verhaltensmuster erweisen sich als eigentümlich resistent gegenüber gängigen Therapiemethoden.


Die Aufstellungsarbeit hilft, mit unbewussten Themen in Kontakt zu kommen und bessere Zugänge zum Familiensystem, dem sozialen und beruflichen Umfeld zu finden.

Bei diesen Themen kann eine Aufstellung hilfreich sein:

 

  • Wenn in der Paarbeziehung wiederkehrende Konflikte auftreten
  • In Scheidungssituationen
  • Wenn es am Arbeitsplatz immer wieder Probleme gibt
  • Bei Mobbing
  • Bei Adoptionen
  • Bei der Verarbeitung eines frühen Todes eines Familienmitgliedes
  • Wenn es in Patchwork-Familien Probleme gibt
  • Wenn es schwierig ist, dauerhaft Beziehungen einzugehen
  • Bei ungelösten Gefühlen zu den Eltern
  • Wenn das Leben mühsam erscheint und persönliche und berufliche Ziele immer wieder nicht erreicht werden
  • Wenn es schwerwiegende Probleme mit den Kindern gibt
  • Bei Essstörungen
  • Bei Suchtproblemen